Im Kölner Klassik Ensemble schließen sich Musikerpersönlichkeiten aus NRW regelmäßig zusammen, um Kammermusik in den unterschiedlichsten Besetzungen und Ausdrucksformen aufzuführen. Die Zusammenarbeit der Musiker beruht auf künstlerischer Wertschätzung und oftmals auch jahrelanger Freundschaft und kollegialer Verbundenheit. Sie alle verbindet der Wunsch, anspruchsvolle Kammermusik zu erarbeiten - ohne Einschränkungen und nur der musikalischen Qualität verpflichtet.

So finden sich im Kölner Klassik Ensemble Projekte von kleinen bis großen Besetzungen. Seltene Duo- oder Triobesetzungen, klassische Quartette oder Quintette, 8- und 10-köpfige Ensembles und komplette Kammerorchesterbesetzungen. Das Kölner Klassik Ensemble hat sich damit zu einer Plattform der Musiker entwickelt, auf der sie gemeinsame Herzensprojekte umsetzen können und sich frei von äußeren Zwängen die Tiefe der Beschäftigung und die Hingabe des musikalischen Ausdrucks bewahren können.

2003-2007

Kölner Klassik Ensemble Oktober 2006

Das Kölner Klassik Ensemble im Oktober 2006. Nach der Einspielung der CD "Eine musikalische Europareise"

Das Kölner Klassik Ensemble wurde 2003 von Studenten der Hochschule für Musik Köln gegründet. In diesen ersten Jahren stand eine sehr frische und unverkrampfte Herangehensweise an die Musik im Vordergrund. Das junge Ensemble schuf mit eigenen Arrangements und spezieller Besetzung einen unverkennbaren Stil, organisierte viele Konzerte in eigener Regie und tourte schon im Sommer 2003 mit mehr als 20 Konzerten durch Dänemark und Schweden. Es folgten jährlich über 30 Auftritte in Deutschland, Dänemark, Schweden der Schweiz und Japan.
In diesen ersten Jahren erarbeitete sich das Kölner Klassik Ensemble recht bald einen hervorragenden Ruf für seine Arrangements der Musik von Astor Piazzolla. Der  Auseinandersetzung mit den Werken des großen Argentiniers folgte die hochgelobte Einspielung für Sony Classical mit seiner Musik. Die Jahre von 2003 bis 2006 waren auch geprägt von der Besetzung, die mit drei Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Gitarre und Klavier recht ungewöhnlich war, aber viele Möglichkeiten des Repertoires von barocken Concerti von Vivaldi und Bach, über romantische Werke von Dvorak und Tschaikowsky bis hin zu Piazzolla bot. Laufend wurde die musikalische Bandbreite erweitert. Allein der Umstand, dass das Ensemble auch mit einem Gitarristen zusammenarbeitet, eröffnete von Anfang an Musikstile die besonders der klassischen Gitarre liegen: italienische und spanische Komponisten, wie Luigi Boccherini, Mauro Giuliani, Mario Castelnuovo-Tedesco oder Joaquin Rodrigo. Diese ersten Jahre waren auch geprägt von großartigen, jungen Musikern die das Gesicht des Ensembles in dieser Zeit ausmachten: Neben dem künstlerischen Leiter Tobias Kassung waren dies in erster Linie der Violinsolist Irakli Tsadaia, die Violinistinnen Maike Schmersahl, Anastasia Pylatyuk und Allisa Margulis, die Cellistin Heike Schuch, der Altist Aliaksandr Senazhenski, der Kontrabassist Georgi Berov und die Pianistin Natasha Majer. Noch heute stehen sich diese Musiker nahe und treffen sich immer wieder zu gemeinsamen Konzerten.

2008-heute

Kölner Klassik Ensemble 2015

Mitglieder des Kölner Klassik Ensembles im November 2015

Ab 2008 etablierte sich innerhalb des Kölner Klassik Ensembles zunächst das Astor Trio und etwas später das Arisva Quartett. Diese zwei festen Kammermusikbesetzungen bildeten die Grundlage für das spätere Konzept des gesamten Kölner Klassik Ensembles: Eine Plattform zu bilden, mit deren Hilfe die Verwirklichung ganz spezieller und herausragender Kammermusik erst möglich wird. Neben der künstlerischen Leitung von Tobias Kassung entwickelte sich die musikalische Leitung von Konzertmeister Alexander Prushinskiy zu einer der wichtigsten Säulen des Ensembles. Der Erfolg gibt diesem einzigartigen Konzept recht. Programme wie z.B. das außergewöhnliche Astor Trio haben sich in die Elite der deutschen Kammermusik gespielt. Sie zeigen, wie wichtig es ist, sich durch freundschaftliche Zusammenarbeit und Unterstützung die Freiheiten zu erarbeiten, die nötig sind um wahrhaft neue und große Kunst auf die Bühne zu bringen.

 

Gershwin & de Falla

Bach & Piazzolla