Das Kollektiv
Der Trägerverein
Fördern Sie unsere Konzerte !
Werden Sie Mitglied im Trägerverein und helfen Sie uns, das Konzertleben auf höchstem Niveau zu fördern! Mit unseren eigenen Konzertreihen erleben Sie als Fördermitglied das ganze Jahr über Spitzenmusiker und ihre mitreißenden Programme ganz nah. Bleiben Sie in Kontakt mit den Künstlern unseres Ensembles und erleben Sie den direkten Ausstausch hinter und vor der Bühne. Wir freuen uns auf Sie!
Diskografie
Astor Trio: Live at Kammerkonzerte Köln (2021)
2021 feierte das Astor Trio den 100. Geburtstag ihres Namensgeber Astor Piazzolla in dem es die Verbindung von Bach & Piazzolla wieder neu auflegte. Nun sind die live-Aufnahmen ihres grandiosen Konzerts bei den Kammerkonzerten im Kunstverein bei KSG Exaudio erschienen. Das Album ist auf allen gängigen Streaming-Anbietern (Spotifiy, iTunes, Amazon etc.) erhältlich und wird nur digital auf diesem Weg vertrieben.
Porträt
Das Kölner Klassik Ensemble ist eines der führenden Kollektive für klassische Kammermusik in Nordrhein-Westfalen. Unter dem Dach der Trägervereins Kölner Klassik Ensemble e.V. haben sich acht Musikerpersönlichkeiten aus Nordrhein-Westfalen zusammengeschlossen. Die Zusammenarbeit der Musikerinnen und Musiker beruht auf künstlerischer Wertschätzung sowie jahrelanger Freundschaft und kollegialer Verbundenheit. Sie verbindet der Wunsch, anspruchsvolle Musik zu erarbeiten – ohne äußere Einschränkungen und nur der musikalischen Qualität verpflichtet.
Außergewöhnliches Konzept
Das Ensemble verfolgt dazu ein Konzept, welches in der klassischen Musik noch ungewöhnlich ist: unterschiedliche Formationen werden konsequent unter dem Dach des Kölner Klassik Ensemble e.V. verbunden, um Synergien der Zusammenarbeit, Organisation und Außenwirkung zu schaffen. Dafür gründeten im Oktober 2017 die Musikerinnen und Musiker des Kollektivs den Trägerverein Kölner Klassik Ensemble e.V., indem neben den Ensemblemitgliedern auch die Fördermitglieder organisiert sind und der damit eine feste Basis für die musikalische Tätigkeit des Ensembles bietet. Damit entstand Raum und Freiheit, welche die Entwicklung neuer Kammermusikformen, stileübergreifender Programme und neuer Repertoire ermöglicht.
Jedem Mitglied des Kölner Klassik Ensembles bietet sich so die Möglichkeit einer größtmöglichen Entfaltung der künsterischen Ideen, ohne dafür auf die Qualität jahrelanger Zusammenarbeit und festem organisatorischen Rahmen verzichten zu müssen. Dies ist umso wichtiger, als dass sich im Kölner Klassik Ensemble in der Kombination der Streichinstrumente mit der klassischen Gitarre schon per se ungewöhnliche Pfade abseits des etablierten Kammermusikrepertoires bieten. Hier kann experimentiert werden, arrangiert und neu komponiert. Mit diesen Ansätzen gewinnt die Kammermusik an Attraktivität auch bei jüngeren Zuhörern. Denn das Stileübergreifende und Genre-Überwindende ist ein herausragender Aspekt um Kammermusik als aktuelle Kunstform im 21. Jahrhundert zu sichern.
Gastgeber der Kammerkonzerte im Kunstverein, seit 2024 im Humboldt-Saal
Um dieses besondere Konzept auch in der Öffentlichkeit greifbar zu machen und ein attraktives Beispiel für die hohe Dynamik und außergwöhnliche Vielfältigkeit heutiger Kammermusik zu geben, entschloss sich das Ensemble 2018, in Zusammenarbeit mit dem renommierten Kölnischen Kunstverein eine eigene Kammermusikreihe im Riphahn-Saal am Neumarkt zu etablieren. Damit sollte der freien Kammermusikszene in Köln und NRW endlich ein festes Schaufenster geboten werden, welches dem hohen Niveau und der internationalen Ausstrahlung der hier ansässigen Spitzenensembles gerecht wird. Nach zwei Jahren intensiver Vorarbeit startete die Reihe im Januar 2020. Seit 2024 finden die Konzerte im Humboldt-Kammermusiksaal statt. In den über das Jahr verteilten Konzerten zeigt die Reihe die ganze Bandbreite der heutigen klassischen Kammermusik – nämlich als genreübergreifende Musikform von alter bis aktueller Musik, die althergebrachte Grenzen zwischen Klassik, Neuer Musik, Weltmusik und Jazz überwunden hat. Priorität haben ausschließlich anspruchsvolle Programme mit höchster künstlerischer Auseinandersetzung und Raum zum Entwickeln neuer Ensembleformationen und Repertoire. Neben den Konzerten die das Kölner Klassik Ensemble als Ensemble in residence selbst bestreitet, werden in den anderen Konzerten Gastensembles aus Köln und NRW eingeladen, die sich auf internationalem Spitzenniveau bewegen und die hier, wo sie beheimatet sind, ihr Können in einem ihnen angemessenen Rahmen präsentieren können.
Etablierung auf hohem Niveau
Trotz der außergewöhnlichen Schwierigkeiten während der Corona-Pandemie, gelang es dem Team um den künstlerischen Leiter Tobias Kassung die Kammerkonzerte im Kunstverein auf hohem Niveau zu etablieren und damit einen echten Nerv im Musikleben der Stadt zu treffen. Echten Modellcharakter hat dabei die Offenheit und Vernetzung der Konzertreihe gegenüber den professionellen Kammerensembles der Stadt und NRW. Das Ensemble ist als Initiator der Initiative Klassik Köln (IKK) ein wichtiger Akteur im Netzwerk der Kölner Musikszene und befindet sich in laufendem Austausch mit Politik und Verwaltung. Über diese Initiative wird von vornherein der Fokus auf die Zusammenarbeit mit der lokalen Szene gelegt. So entsteht ein wirkliches Schaufenster für die neue, internationale Spitze der Kammermusik, welche in Köln und NRW beheimatet ist.
Ein großer Unterschied zwischen dieser Konzertreihe und vielen sonst gängigen, liegt auch darin, dass mit dem Kölner Klassik Ensemble ein aktives Musikensemble diese Reihe als Kollektiv organisiert und kuratiert. Das „Kammermusikkollektiv“ lädt die Kolleginnen und Kollegen „zu sich“ ein. Und dieses Direkte und Familiäre überträgt sich auf das Publikum und die beteiligten Ensembles. Für das Publikum erhält die Reihe damit ein persönliches Gesicht, man fühlt sich schnell verbunden und vertraut der guten Programmauswahl. Die eingeladenen Ensembles wiederum fühlen sich wohl, weil man kollegial auf Augenhöhe zusammenarbeitet und besonders darauf achtet, dass sich die beteiligten MusikerInnen auf ihre beste Art präsentieren können. Dieses „Wir-Gefühl“ unterstützt den Aufbau einer vernetzten freien, klassische Musikszene in Köln die sich dadurch mit der Stadtgesellschaft enger verbinden kann.
Am 4. Februar 2023 feierte das Kölner Klassik Ensemble vor begeistertem Publikum im ausverkauften Riphahn-Saal sein 20-jähriges Jubiläum. Mit beeindruckender Musikalität und Perfektion agierte das Ensemble, immer wieder angetrieben von den grandiosen Leistungen der beiden Solisten Alexander Prushinskiy und Arsenis Selalmazidis.

Das Kölner Klassik Ensemble beim 20-jährigen Jubiläum, am 4. Februar 2023 im Riphahn-Saal, Köln.
Rückblick: 2003-2007
Das Kölner Klassik Ensemble wurde 2003 von Studenten der Hochschule für Musik Köln gegründet. In diesen ersten Jahren stand eine frische und unverkrampfte Herangehensweise an die Musik im Vordergrund. Das junge Ensemble schuf mit eigenen Arrangements und spezieller Besetzung einen unverkennbaren Stil, organisierte viele Konzerte in eigener Regie und tourte schon im Sommer 2003 mit mehr als 20 Konzerten durch Dänemark und Schweden. Es folgten jährlich über 30 Auftritte in Deutschland, Dänemark, Schweden der Schweiz und Japan.
In diesen ersten Jahren erarbeitete sich das Kölner Klassik Ensemble recht bald einen hervor-ragenden Ruf für seine Arrangements der Musik von Astor Piazzolla. Der Auseinandersetzung mit den Werken des großen Argentiniers folgte die hochgelobte Einspielung für Sony Classical mit dessen Musik. Die Jahre von 2003 bis 2006 waren geprägt von der Besetzung, die mit drei Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Gitarre und Klavier recht ungewöhnlich war, aber viele Möglichkeiten des Repertoires von barocken Concerti, über romantische Werke von Dvorak und Tschaikowsky bis hin zu Astor Piazzolla bot. Laufend wurde die musikalische Bandbreite erweitert. Allein der Umstand, dass das Ensemble auch mit einem Gitarristen zusammenarbeitet, eröffnete von Anfang an Musikstile die auch der klassischen Gitarre liegen: italienische und spanische Komponisten, wie Luigi Boccherini, Mauro Giuliani, Mario Castelnuovo-Tedesco oder Joaquin Rodrigo. Diese ersten Jahre waren auch geprägt von großartigen, jungen Musikern die das Gesicht des Ensembles in dieser Zeit ausmachten: Neben dem künstlerischen Leiter Tobias Kassung waren dies in erster Linie die Violinsolisten Irakli Tsadaia und Alexander Prushinskiy, die Violinistinnen Maike Schmersahl, Anastasia Pylatyuk und Allisa Margulis, die Cellistin Heike Schuch, der Altist Aliaksandr Senazhenski, der Kontrabassist Georgi Berov und die Pianistin Natasha Majer. Noch heute stehen sich diese Musiker nahe und treffen sich immer wieder zu gemeinsamen Konzerten.

Das Kölner Klassik Ensemble im Oktober 2006. Nach der Einspielung der CD "Eine musikalische Europareise"
Rückblick: 2008-2018

Mitglieder des Kölner Klassik Ensembles 2016 in Quintettbesetzung
2008 etablierte sich innerhalb des Kölner Klassik Ensembles zunächst das Astor Trio und 2009 das Arisva Quartett. Diese zwei festen Kammermusikbesetzungen bildeten die Grundlage für das Konzept des gesamten Kölner Klassik Ensembles: Ein Kollektiv zu bilden, mit dessen Hilfe die Verwirklichung spezieller und herausragender Kammermusik erleichtert wird. Neben der künstlerischen Leitung von Tobias Kassung entwickelte sich die musikalische Leitung von Konzertmeister Alexander Prushinskiy zu einer der wichtigsten Säulen des Ensembles. Der Erfolg gibt diesem besonderen Konzept recht. Programme wie z.B. das außergewöhnliche Astor Trio haben sich in die Elite der deutschen Kammermusik gespielt. Sie zeigen, wie wichtig es ist, sich durch langjährige Zusammenarbeit und organisatorische Bündelung die Freiheiten zu erarbeiten, um neue Kammermusikformate und Programme zu entwickeln.
Pressestimmen
2022
„wo sie mit Cello und Gitarre auf unvergleichlich einfühlsame Art Gabriel Faurés „Apres un rêve“ spielten (…) schöner und passender hätte der Tag nicht enden können“ (Ralf Tiemann, Iserlohner Kreisanzeiger vom 6. September 2022)
2021
„im Astor Trio erweist sich jeder der drei Musiker als Virtuose seines Instruments. Bogenschläge auf der Violine, schrille Tonfolgen in hoher Lage, rasend schnelle Läufe – einschließlich des Kontrabasses, Glissandi, Synkopen, jähe Brüche, ständiger Rhythmuswechsel: All dieses Herausforderungen werden gleichsam spielerisch gemeistert – ohne dabei die Emotionalität der Musik unter so viel spieltechnischer Brillianz zu begraben. (…) Dem Astor Trio gelingt mit dessen Vortrag das umjubelte Highlight eines an eindrucksvollen Interpretationen reichen Abends. Rauschender Applaus. (Gerhard Kollmer, Wetterauer Zeitung vom 29. Juni 2021)





