Neu: Notenausgabe der Buenos Aires Fantasie I

Die Notenausgabe der Buenos Aires Fantasie I von Tobias Kassung ist nun endlich fertig und steht hier kostenlos als Download zur Verfügung. Ein großer Dank an das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen, dass es dem Komponisten mit dem Stipendium "Auf geht's" im Rahmen der Corona-Pandemie ermöglicht hat, dieses Projekt zu Ende zu führen.

Ebenso der Dank an die KSG Edition Köln, die die Noten auch als wunderbare, gebundene Druckausgabe zum Verkauf anbietet. Die gebundene Ausgabe mit Original-Unterschrift vom Komponisten (und Widmung auf Wunsch) können Sie einfach per Email bestellen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sie erhalten dann per Post die Druckausgabe sowie eine Rechnung über 14,90 plus 3,- Euro Versand die Sie bequem nach Erhalt der Noten per Überweisung bezahlen können.

Alle Stimmen und die Partitur werden hier zusätzlich als kostenloser Download angeboten:

Tobias Kassung: Buenos Aires Fantasie I, op 13 für Violine, Gitarre und Kontrabass (alternativ Violoncello):
Violine
Gitarre
Kontrabass
Violoncello (alternativ)
Partitur

Bitte beachten Sie unbedingt bei öffentlichen Aufführungen oder Einspielungen den Komponisten und den Titel exakt der GEMA zu melden, so dass eine richtige Abrechnung der Tantiemen erfolgen kann. Nur unter dieser Bedingung können die Noten hier kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Nun aber allen Musikerinnen und Musikern viel Freude mit diesem Stück!

Ein Video mit der Buenos Aires Fantasie - gespielt vom Astor Trio - gibt es hier:

Ausführliche Infos zum Entstehungsprozess der Buenos Aires Fantasie finden Sie hier:

Tobias Kassung über die Buenos Aires Fantasie:

Seit vielen Jahren beschäftigt mich die Erweiterung des kammermusikalischen Repertoires für klassische Gitarristen. Zusammen mit meinen zwei Kollegen, dem Violinisten Alexander Prushinskiy und dem Kontrabassisten Stanislav Anischenko, bilden wir das Astor Trio. Ein klassisches Trio mit ungewöhnlicher Besetzung und außergewöhnlichem Programm. In unserem Repertoire hatte von Anfang an auch die Musik Astor Piazzollas einen festen Platz. So entstanden über die Jahre viele Arrangements seiner Werke. 2012 erschien unser Album "Bach & Piazzolla" auf dem wir die Musik dieser zwei genialen Komponisten miteinander kombinierten.

Aus diesem Impuls heraus war es lange ein Wunsch von mir, eigene Stücke für das Astor Trio zu schreiben. Mich beschäftigt bis heute, wie sehr sich die Musik der Barockzeit und die kunstvollen Tangokompositionen Piazzollas in der Struktur und ihren Kompostionstechniken ähneln, obwohl beide doch so unterschriedlich sind und zeitlich weit von einander entfernt liegen.
Die „Estaciones Portenas“ von Astor Piazzolla haben mich dabei immer ganz besopnders fasziniert. Diese vier Stücke - Primavera Portena, Verano Porteno, Otono Porteno und Invierno Porteno - sind eine musikalische Hommage an die vier Jahreszeiten in Buenos Aires. Ich selbst habe die vier Portenas zwischen 2003-2005 für das Kölner Klassik Ensemble arrangiert und 2009 sind meine Arrangements für dieses 8-köpfige Kammerensemble im Tonos-Verlag erschienen.
Mit Blick auf das Astor Trio war schnell klar, dass eine Reduktion der Estaciones Portenas für unsere Trio-Besetzung musikalisch wenig befriedigend sein würde. Dafür waren hier zu viele unabhängige Instrumente beteiligt. Piazzolla selbst schrieb die Estaciones Portenas ursprünglich für seine Quintetto Tango Nuevo, bestehend aus Bandoneon, Violine, Klavier, E-Gitarre und Kontrabass.

Damit war aber mein Ziel klar: ich wollte eine Hommage an Astor Piazzolla schreiben, welche sich am Ende zu einer Suite von vier Sätzen entwickelt und das Zyklische der vier Jahreszeiten neu interpretieren. Den ersten Teil begann ich 2016 und schrieb die erste Version als Buenos Aires Fantasie I recht schnell nieder. Das Stück blieb länger ungespielt liegen, bevor ich es 2019 komplett revidierte und gemeinsam mit meinen Kollegen im Astor Trio einige Verbesserungen anbrachte. Seit dem ist das Stück ein fester und gern gespielter Bestandteil unseres Repertoires geworden.
Einiges an Korrekturen, Fingersätzen und Spielanweisungen musste ich aber noch in die Noten übertragen, bevor wirklich eine druckfertige Ausagbe vorlag. Eine Arbeit die ich immer gern vor mir her schiebe, weil sie sehr zeitaufwändig und wenig kreativ ist, dafür aber umso penibler sein muss.
Das Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen, mit dem das Ministerium für Kultur und Wissenschaft 2021 zahlreiche Künstlerinnen und Künstler in den schwiergen Zeiten der Corona-Pandemie mit ihren Projekten unterstützte, war auch für mich die entscheidende Hilfe. Nun konnte ich mich endlich in dieser auftrittsarmen Zeit dem Lektorat der Buenos Aires Fantasie I widmen und diese Druckausgabe für den professionellen Bühnengebrauch fertig stellen.

Neben der ursprünglichen Besetzung für Violine, Gitarre und Kontrabass gibt es auch noch eine alternative Stimme für Violoncello an Stelle des Kontrabasses entwickelt.
Beide Varianten haben ihre eigenen Reize und ich würde tatsächlich der Version mit Kontrabass nur einen kleinen Vorzug geben. Und auch nur dann, wenn eine gute Bassistin oder ein guter Bassist dieses Stück ohne Probleme beherrschen kann.
Die Buenos Aires Fantasie I haben wir mit dem Astor Trio eingespielt und die Aufnahmen sind im Internet leicht erhältlich. Ich empfehle daher, diese Aufnahmen zu hören und sich danach mit den Noten und der Einstudierung zu beschäftigen.

Nächste Konzerte Tobias Kassung

ISERLOHN: Duo Kravets-Kassung

Historische Fabrikhalle Maste-Barendorf, Baarstraße 220-226, 58636 Iserlohn

BONN: Duo Kravets-Kassung

Kulturzentrum Hardtberg, Rochusstraße 276, 53123 Bonn-Duisdorf

GREVENBROICH: Duo Kravets-Kassung

Kloster Langwaden, 41516 Grevenbroich